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„Erst wenn der letzte Baum gefällt und der letzte Fisch gefangen ist, wird der Mensch feststellen, dass man Geld nicht essen kann."

Der Fachbereich Bäume engagiert sich für den Erhalt alter Bäume in und um Neustadt sowie für den Schutz des Waldes. Im Mittelpunkt unserer Aufgaben stehen Öffentlichkeitsarbeit, Beratung und aktiver Baumschutz. Wir haben uns im Jahr 2003 aus der ehemaligen Bürgerinitiative Stadtforst anlässlich der Fällung der letzten ca. 200 Jahre alten Eichen am Neustädter Stadtforst gegründet. Dank der Durchsetzung eines sofortigen Fällstopps und zäher, zwei Jahre andauernder Verhandlungen mit vielfältigen Aktionen stehen die letzten alten Eichen am Stadtforst heute noch. Zum Beispiel wurden im Rahmen eines Baumpflegeprojekts zum Erhalt des Alteichenbestandes auf äußerst schonende Weise das Totholz, welches eine Gefahr für die Verkehrssicherheit darstellte, aus den ansonsten gesunden, alten Eichen entfernt. Diese alten Eichen wurden dadurch vor der Fällung bewahrt.

 

Baumschutzsatzunen

Viele Jahre hat sich der Fachbereich Bäume für den Erhalt der Baumschutzsatzungen und die Schaffung einer neuen, moderneren Version in Neustadt stark eingesetzt. Leider hat der Rat der Stadt Neustadt a. Rbge. in 2017 die sehr traurige, unverständliche Entscheidung getroffen, alle Baumschutzsatzungen aufzuheben.

Der Konflikt zwischen Ökologie und Ökonomie

Der Fachbereich Bäume beschäftigt sich weiterhin mit dem Ziel, den Konflikt zwischen Ökonomie und Ökologie in der Waldwirtschaft ein Stück weit zum Ausgleich zu bringen, aktuell mit dem Schwerpunkt auf den Waldgebieten „Dammkrug“ und „Stadtforst“. Für das Gebiet „Dammkrug“ haben wir bis heute ein Agreement, vor einer Fällung im Wald besondere, ökologisch wertvolle und schöne Bäume oder Baumgruppen auszuwählen und auszuzeichnen, die dann stehen bleiben.  

                                                                        

 "Gerettete Bäume im Dammkrug 11/2017"

Für alle, die Verantwortung für die Zukunft tragen, rückt der Fachbereich Bäume das Thema Ökologie ins Zentrum der Aufmerksamkeit.

Klimawandel

Durch Öffentlichkeitsarbeit verfolgt der Fachbereich Bäume das Ziel, das Bewusstsein vieler Neustädter dafür zu sensibilisieren, dass u.a. auch Baumfällungen und die Zerstörung von Biotopen einen hohen Preis durch zunehmende Umweltbedrohung auch hier vor Ort in Neustadt fordern und in massiver Weise auf die Menschen zurück wirken (Klimawandel und heißer Sommer 2018 mit Ernteausfällen).

Eine eventuell zukünftige Zielsetzung des Fachbereichs Bäume könnte den Fokus auf die Bedeutung von Bäumen und des Waldes in Zeiten des Klimawandels legen und der Frage nachgehen, welche Aufgaben der Wald vor Ort, insbesondere in Zeiten des Klimawandels für die Menschen, die hier leben, erfüllt.

 

Hambacher Forst

Der Fachbereich Bäume solidarisiert sich mit den Aktivitäten der Baumbesetzer im Hambacher Forst bei Düren. Im Hambacher Forst leben seit 6 Jahren ca. 150 UmweltaktivistInnen in ca. 50 Baumhäusern, um den Wald durch passiven Widerstand und mit friedlichen Mitteln vor der Abholzung durch den Energiekonzern RWE, der dort Braunkohle abbauen will, zu bewahren. Obwohl die Kohlekommission der Bundesregierung derzeit bis Ende des Jahresaus Klimaschutzgründen über das Ausstiegsdatum des Braunkohleabbaus entscheidet, will RWE Mitte Oktober 2018 mit der Fällung des Hambacher Forstes beginnen und hat Mitte September mit schwersten Gerätschaften und dem größten Polizeieinsatz in der Geschichte NRWs(ca. 4000 Polizisten) begonnen, die Baumhäuser zu zerstören und die UmweltaktivistInnen aus dem Wald zu vertreiben; gesetzliche Grundlage dafür ist fehlender Brandschutz (!). Durch den Tod eines Journalisten wurde die Räumung für kurze Zeit unterbrochen.

Fast 750.000 Menschen haben im September 2018 für den Erhalt des Hambacher Forstes ihre Unterschrift geleistet und es werden immer mehr. Mehr als 7.000 Menschen haben im September vor dem Wald für seinen Erhalt demonstriert. Der Hambacher Forst ist inzwischen zum Symbol geworden für unseren grundsätzlichen Umgang mit unser aller Lebensraum.

Der Mut und das Engagement dieser überwiegend jungen Menschen im Hambacher Forst macht trotz allem Hoffnung für die Zukunft und verdient alle Hochachtung und allen Dank der Mitglieder des Fachbereichs Bäume.

https://www1.wdr.de/mediathek/video/sendungen/unterwegs-im-westen/video-baeume-oder-braunkohle-der-kampf-um-den-hambacher-forst---100.html

Bäume oder Braunkohle – Der Kampf um den Hambacher Forst

https://utopia.de/hambacher-forst-retten-105404/

Hambacher Forst retten - 5 Dinge, die du jetzt tun kannst

https://youtu.be/DLIYmhB0McQ

Recht auf Waldspaziergang

https://youtu.be/tTKcnlp0x_Y

Bodo Wartke – Hambacher Wald

 

 

Baumpatenschaften

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Patenschaftseiche

Der Fachbereich Bäume wirbt auch Interessierte für eine Baumpatenschaft. Hier haben Baumfreunde die Möglichkeit, regelmäßig mit einem Betrag nach eigener Einschätzung jährlich die Baumpflegekosten für einen alten Baum zu übernehmen. Durch solch eine Patenschaft kann der Baum vor der Fällung bewahrt werden, und gleichzeitig ist eine Baumpatenschaft ein symbolischer und aktiver Akt, der ein Zeichen für Umweltbewusstsein und Naturschutz setzt.

Generell beraten und unterstützen wir in allen Baumangelegenheiten gern, aber ohne die aktive Mitarbeit betroffener BürgerInnen geht es nicht.

Für weitere Fragen stehen wir zur Verfügung:
Gisela Kirmizi, Tel. 05032 1510
Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

 

 

 

 

 

Die gesamten Aktivitäten des Fachbereichs Bäume basieren auf dem Leitbild, dass wir uns als Sprachrohr für die Menschen, denen Bäume etwas bedeuten verstehen.

Generell beraten und unterstützen wir in allen Baumangelegenheiten gern, aber ohne die aktive Mitarbeit betroffener BürgerInnen geht es nicht.

Für weitere Fragen stehen wir zur Verfügung:

Gisela Kirmizi, Tel. 05032 1510

Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Viele Jahre hat sich der Fachbereich Bäume für den Erhalt der Baumschutzsatzungen und die Schaffung einer neuen, moderneren Version in Neustadt stark eingesetzt. Leider hat der Rat der Stadt Neustadt a. Rbge. in 2017 die sehr traurige, unverständliche Entscheidung getroffen, alle Baumschutzsatzungen aufzuheben.

Anlässlich des Internationalen Tag des Waldes (21.3.19) fordert der NABU mehr Schutz für Wälder, weltweit und in Deutschland. Vor allem die Umwandlung von Wäldern zu landwirtschaftlichen Flächen und Siedlungen führen weltweit zu einem Verlust von 13 bis 15 Millionen Hektar jährlich. Dazu trägt in besonderem Maße der Konsum von Fleischprodukten bei, denn jedes Jahr  werden weitere Weideflächen benötigt und Futtermittel wie Soja werden auf dem globalisierten Markt in großen Mengen gehandelt.

„Wälder sind weltweit bedeutende Lebensräume für eine immense Artenvielfalt. Wir Menschen profitieren vor allem von ihren kostenlosen Leistungen. Nur wenn wir Wälder schützen, können wir weiterhin zum Beispiel von ihrem Nutzen als Kohlenstoffspeicher profitieren“, sagte NABU-Präsident Olaf Tschimpke.

Auch Deutschland ist seiner Verpflichtung, Wälder effektiv zu schützen noch längst nicht nachgekommen. Gerade mal zwei Prozent der Waldfläche Deutschlands sind heute über einen rechtlichen Schutz dauerhaft aus der Nutzung genommen. Nur in solchen Wäldern können sich langfristig wieder urwaldähnliche Strukturen und damit ein Paradies für die Artenvielfalt entwickeln.

Die geplante Ausweisung eines dritten Nationalparks in Bayern ist ein weiterer Schritt in die richtige Richtung. Dabei  muss die naturschutzfachliche Qualität des Waldes bei der Ausweisung im Vordergrund stehen. Mit dem Spessart und dem Steigerwald stehen zwei geeignete Laubwaldgebiete im Eigentum des Freistaates zu Verfügung.  Ein neuer Nationalpark muss auch neue naturschutzfachliche Qualität in das betroffene Gebiet bringen und darf nicht nur bereits als Naturschutzgebiet ausgewiesene Flächen beinhalten.

Der Waldnaturschutz in Deutschland geht jedoch deutlich über die nicht mehr  forstwirtschaftlich genutzten Flächen hinaus, denn der Großteil des deutschen Waldes wird weiterhin bewirtschaftet werden. „Grundsätzlich sollte bei Wirtschaftswäldern das Ziel verfolgt werden, dass diese sich bezüglich Struktur (Baumartenzusammensetzung, Waldentwicklungsphasen, Totholzanteil) an heimischen ‚Urwäldern‘ orientieren. Um dies sicherzustellen bedarf es einer entsprechenden Änderung der Waldgesetze“, fordert Tschimpke.

Im Rahmen des Pariser Klimaschutzabkommens, mit dem Ziel den Temperaturanstieg auf deutlich unter 2, besser auf 1,5 Grad Celsius zu begrenzen, spielt der Wald eine zentrale Rolle bei der Reduzierung von Kohlenstoff in der Atmosphäre. Um weiterhin als Kohlenstoffsenke fungieren zu können, muss die Waldfläche erhalten und vermehrt werden. „Dabei ist zu beachten: Wald ist nicht gleich Wald. Ein alter Wald, mit hohen Holzvorräten und einem intakten Boden speichert wesentlich mehr Kohlenstoff als aufgeforstete Plantagen“, so NABU-Waldexperte Stefan Adler.

Mehr Infos & Pressefotos

www.NABU.de/presse

NABU legt Konzept für natürliche Waldentwicklung bis 2020 vor

Naturverjüngung im Wald

Die Ausweisung von Wäldern mit natürlicher Entwicklung kommt kaum voran. Vor diesem Hintergrund hat der NABU ein eigenes, bundesweites Konzept für die 'Urwälder von morgen' vorgelegt.

„Gerade in Niedersachsen haben wir bundesweit besonders seltene und wertvolle Waldlebensräume, die leider hochgradig durch intensive Forstwirtschaft bedroht sind. Ich denke beispielsweise an die letzten Eichen-Hainbuchenwälder des Tieflandes und die wunderschönen Buchenwälder reich versorgter Standorte im Leine-Weserbergland. Hier muss die Niedersächsische Landesregierung ihrer Verantwortung unverzüglich nachkommen und diese Naturschätze für die jetzige und kommende Generation ohne wenn und aber erhalten“, erklärte Dr. Holger Buschmann, Landesvorsitzender des NABU Niedersachsen.

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