Ein großes Dankeschön des NABU konnte Herbert Stoepper dieser Tage unserer unermüdlichen Krötensammlerin aus Metel, Heide Eggers, übermitteln. Seit 40 Jahren ist sie aktiv dabei. „Anfangs mussten wir noch alles in Eigenregie machen, den Zaun aufbauen, die Eimer einsetzen, die Kröten sammeln und zählen. Unterstützung hatten wir nur von der Umwelt-AG der KGS unter der Leitung von Helmut Schniete“, berichtet sie. 1986 fing es mit 2400 geretteten Kröten an, dann gingen die Zahlen jedoch zurück bis auf 1450. Sie hätten sich inzwischen aber wieder bei etwa 2300 pro Jahr eingependelt. Einen Rekord gab es dabei 2024 mit 2900 Kröten. „In diesem Jahr – 2026 – waren es etwas weniger, nur 1750“, erzählt Heide Eggers. „Das muss aber nicht besorgniserregend sein. Möglicherweise hatten wir eine ungünstige Witterung und ein Teil der Kröten ist deshalb nicht gewandert“.
Ihre Sammelergebnisse der letzten Jahre im Einzelnen:
Unterstützung hat Heide Eggers seit einigen Jahren auch von anderer Seite bekommen: Wolfgang Kriegler und Ulrich Mevis waren regelmäßig mit dabei.
Was Heide Eggers bei ihrem Engagement allerdings richtig Sorgen macht, sind rücksichtslose Autofahrer, die, selbst wenn gesammelt wird, mit überhöhter Geschwindigkeit an den Menschen auf der Landstraße vorbeibrausen. Oft würden dabei sogar die Krötenzäune beschädigt.
Man mag gar nicht ausrechnen, wieviel zigtausend Kröten Heide Eggers, ihr Mann und ein paar Helfer im Laufe der Jahrzehnte gerettet haben, und man mag gar nicht daran denken, was wohl aus der Meteler Krötenpopulation geworden wäre, wenn es dieses Engagement nicht gegeben hätte.
Einen schönen Nebeneffekt hat diese Arbeit für die Familie Eggers allerdings auch: Seit Jahren helfen ihre Großkinder an den Wochenenden mit beim Sammeln und sind immer wieder begeistert, wenn sie eins der interessanten Tierchen in den Händen halten.